Verkäufer ≠ Kunde

Mit welchem Bild im Kopf werden Verkäufer rausgeschickt?

Mit einem Verkaufsleitfaden und Argumenten, die angeblich jeder Belastung standhalten. Für jeden Einwand schlagkräftige Argumente.
Mit der instruierten Gewissheit:

"das Angebot wird mir jeder aus der Hand reißen!"

Die nüchterne Wirklichkeit trifft einen dann wie ein Dampfhammer, der dich ungespitzt in den Boden rammt.

Was lernt der anfangs euphorische Verkäufer daraus?
Mein Angebot ist spitze, und ich bin zu blöd zu verkaufen.
Andere stellen auch frustriert fest, dass der Kunde den Wert für sich nicht erkennt.

Auf diese Weise werden tausende ambitionierte Menschen verheizt. Und mit dieser Strategie sind natürlich die Schulungsleiter fein raus. Solange es noch "Heizmaterial" für diese Strategie gibt. Und natürlich kommen Schulungsverantwortlichen nicht drauf, dass die extreme Fluktuation etwas mit den vorgestellten Methoden zu tun hat.

Anders sähe es aus, wenn die Schulungsmethoden hinterfragt würden. Und auch den Schulungsverantwortlichen ans Herz gelegt würde.

Führung ist zwar nicht das Thema, aber es sei angemerkt, dass heutzutage auch hochqualifizierte Mitarbeiter den Arbeitsplatz wechseln.
Nicht aber, um das Unternehmen zu wechseln, sondern den Vorgesetzten, die Führungskraft oder den Chef.

Menschen wollen als solche gesehen werden, nicht als berechenbares Datenblatt!

Der Faktor "Mensch" ist heute ein sehr wesentliches Kriterium, gute Mitarbeiter zu finden.

Vielleicht für manche Führungskräfte überraschend.

Geld ist nicht die Hauptrolle. Also nicht die priorisierte Herangehensweise, gute und loyale Mitarbeiter zu gewinnen.

Natürlich werfen manche Chefs als Ausrede ein, dass andere Unternehmen ein höheres Einkommen in Aussicht stellt, wenn ein guter Mitarbeiter auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlässt. Das ist aber meist nicht der springende Punkt. Vor allem, Geld ist meist nicht Grund für intrinsische Motivation. Ebenso nicht die Benefits und andere Belohnungen. Auch diese schaffen nur kurzfristige Motivation. Motivation von innen, und nur diese ist Erfolg versprechend, kann nur in einem positiven Umfeld gedeihen.

Ich kenne einige Verkäufer in Ladengeschäften, die niemals wechseln würden, nur weil das abwerbende Unternehmen ein paar Hunderter mehr Lohn anbietet. Denkt mal darüber nach, warum das so ist.
Und, auf solche Führungskräfte und Unternehmen können wir stolz sein.

Es gibt sogenannte "Exit-Seminare" wo genau herausgefunden wird, warum gute Leute kündigen.
Die Ergebnisse würden auf die Geschäftsführer und andere Verantwortliche zurückfallen. Daher werden solche Ergebnisse bestritten, negiert usw.  In vielen dieser verknöcherten Unternehmen wird einfach mit der Schulter gezuckt, und lapidar festgestellt: "Na da wird er eben woanders mehr Geld bekommen! Fertig!"

Gerechtfertigt wird das damit, dass "es hat ja in den letzten 20 Jahren auch gut funktioniert, daher wird es heute genauso gut sein!"

Dass sich Märkte und Ansichten ändern, bleibt vielen verborgen. Noch wahrscheinlicher ist allerdings, dass Veränderungen auch ein Umdenken bedingen. Nicht nur in den Chefetagen, sondern im gesamten Betrieb. Wobei, über solche Punkte denkt das "Fußvolk" meist weit früher nach, als die Verantwortlichen in den Chefetagen.

"Ein Handy braucht eine Tastatur!"
Mit solch sturen Aussagen hat sich bspw. auch NOKIA im Rekordtempo ins AUS gekickt.

Schade eigentlich!

Allerdings haben das bereits einige Unternehmen erkannt, und agieren besser, gemeinschaftlicher etc.

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