Josie Buch 1

Josie Buch 1

Josie arbeitet nach seiner teuren Scheidung und der Pleite seines Chefs, der ein Autohaus hatte, als Fahrradkurier. Trotz Schulden, die er bei seinem Einkommen kaum zurückzahlen kann, schlägt er sich mit wenig Geld durchs Leben. 

Bei den paar Euro, die ihm im Monat nach Zahlung der Miete für seine winzige Hinterhofwohnung zum Leben bleiben, erscheint ihm alles, was „normale“ Menschen besitzen, wahnsinnig teuer. An ein Handy, oder wenigstens ein eigenes Fahrrad ist nicht zu denken. Seine Lage schreibt er eigenem Versagen zu, und sagt sich, na ist eben so, ich habs vergeigt.

Auf dem Weg zu einem Kunden reißt ihm bei forcierter Fahrweise das Bremsseil, er kann gerade noch verhindern, einen Passanten niederzufahren und kracht in einem Café in eine leere Sitzgruppe. 

Der Passant stellt sich als Ferry Gruber vor. Er erkennt schnell, dass in Josie mehr steckt, als Fahrradkurier zu sein, gibt ihm seine Visitenkarte und meint „wenn du was Besseres suchst, dann meld dich bei mir.“ 

Das verbeulte Rad ist Anlass für sofortige Kündigung durch seinen ohnehin permanent schlechtgelaunten Chef, der ihn so richtig zur Sau macht. Er kommt sich vor wie ein Welpe, der auf den Teppich gepinkelt hat. Laufend hackt wer auf ihm rum, oder gibt ihm die Schuld. Er ist der Meinung, dass er es eben nicht besser verdient hat, „shit happens“.

Nachdem er sich beruhigt hat, nimmt er das Angebot von Ferry wahr und läuft zu dem großen prachtvollen alten Haus, wo dessen Immobilienbüro firmiert. 

Am Gang im obersten Stock stellt er sich an eins der großen Fenster, genießt die Aussicht und überlegt, ob er überhaupt mit Jeans und Turnschuhen so ein tolles Büro betreten könne.  Ferry steigt grad aus dem Aufzug und nimmt ihn mit. 

Der Neustart

Nach einer Stunde hat er gleich in der Nähe bei Ferrys Freund Erdal Keskin einen Job als Gebrauchtwagenhändler. Ferry bietet ihm in dem schönen Haus auch eine tolle eingerichtete Wohnung günstig an.

Er arbeitet dann auch abwechselnd für Ferry und verkauft anfangs Wohnungen, dann auch schon Häuser. Nebenbei lernt er viel von Ferry über Menschen. Seine panische Angst vor gutsituierten Menschen und hohen Preisen verliert er schnell. Dabei hilft natürlich auch, dass er blendend verdient, und seine Schulden durch den Verkauf seiner riesigen Sammlung an Oldtimerheften nach ein paar Tagen los ist. Bei Erdal führt er maximalen Kundenservice ein, und begeistert das ganze Team für seine Ideen. 

„Zufriedene Kunden haben viele –
wir brauchen begeisterte Kunden!“
ist sein Credo. 

Der kleine „Fähnchenhändler“ ist bald Stadtgespräch und läuft so gut, dass Erdal den leerstehenden Supermarkt daneben dazunimmt und ausbaut. Bei Ferry verkauft er auch sehr gut und Ferry bietet ihm an, einen Teil der Verkaufsschulungen zu übernehmen, die er zeitweise für andere Unternehmen macht. 

In der Zeit lernt er auch Sabine, seine zukünftige Frau kennen. Deren Vater ist Regionaldirektor einer Versicherung, also versucht er Sabine aus seinem Herz zu streichen. „So einer muss man was bieten können“, ist seine Meinung. Ferry und Erdal rücken ihm den Kopf zurecht.

„Geld und Besitz sind keine Wertmaßstäbe
für den Charakter eines Menschen“, stellt Ferry fest.       

Schnell wird aus den beiden ein Paar. Sabine hilft anfangs nur aus, weil sie grad Urlaub hat, wechselt aber recht schnell fix zu Erdal. Sie liebt die fröhliche Stimmung bei Erdal.  „Bei der Versicherung geht jeder zum Lachen in den Keller“, erzählt Sabine. 

Wenig läuft in deren Leben normal. Ein Sonntag kann vom Timing her auch ein Dienstag Nachmittag sein. „Erst Kunde – dann wir“, sind sie sich einig. Die beiden verloben sich sehr schnell und feiern auf Meixi´s Segelboot. 

Eine unvorhersehbare Windböe reißt den Großbaum herum, trifft Sabine am Kopf, sie stürzt bewusstlos ins Wasser und versinkt. Josie hat das vorn am Bug nicht gleich mitbekommen, springt sofort ins Wasser und taucht nach ihr. Buchstäblich in letzter Sekunde erwischt er sie nach vielen Tauchversuchen in den trüben Tiefen des Sees und rettet sie. Bis auf eine kleine Platzwunde ist sie bald wieder fit, knapp wars trotzdem, so die Ärzte in der Klinik. 

Die Chance auf die große Kohle

Josies Heimatstadt Kirchstetten und die Nachbargemeinde Golling beschließen, das riesige Brachland zwischen beiden Städten als Gewerbegebiet zu vermarkten. Ferry wird als Partner dazu genommen und übernimmt den kompletten Vertrieb. 

Natürlich würde das allen einen riesen Haufen Geld einbringen. Sabine, die zu Josie gezogen ist macht das Sorgen, weil sie schon oft miterlebt hat, dass Leute bei plötzlichem Reichtum völlig abheben. 

Erdal zieht mit Josie das schon lange geplante Herbstfest am Autoplatz groß auf und es wird zu einem riesigen Erfolg. Sabine hat den Job bei der Versicherung schnellstens gegen einen Job bei Erdal gewechselt. „Dort geht jeder zum Lachen in den Keller“, stellt sie fröhlich fest. Nicht nur der Umgang mit den Kunden trägt dazu bei, dass man Erdals Platz im 100km Umkreis kennt. „Per Sie“ gibts nur bald nur noch in Ausnahmefällen, bei manchen dauerts eben etwas länger. 

Anfangs hat er wie die meisten Bürger keinen guten Draht zur Exekutive. Das ändert sich aber rasch. Die Exekutive erkennt, dass ein Miteinander immer besser ist als ein wir oben – ihr unten. 

Kurt, einer der Polizisten, kauft bei ihm einen Wagen, dann lernen sie Kurts Frau und Mara, die süße kleine Tochter kennen und sind bald alle dick befreundet. Kurt „der Kiberer“, er heißt eigentlich Kibera, ist auch außerhalb der Dienstzeiten gern behilflich. 

Natürlich ist nicht immer alles eitel Sonnenschein mit den Kunden. Ein paar sind anfangs richtige „Biester“, und es gibt auch diverse Probleme. 

Sabine redet mit Ferry und gemeinsam suchen sie Josie, der einfach davongelaufen war.  Alles klärt sich recht einfach und Josie erhält die Kopie de Überweisung. Der Ausdruck kommt zu Hause in sein „Dankbarkeitsheft“, wo er alles sammelt, was ihm wichtig ist. Hat er grad mal Zeit, schaut er sich alles durch und erinnert sich an die bewegenden Momente. Positive, aber auch eher unerfreuliche. Lernen kann man aus allem, sagt er sich.  

Einmal hat er in einer teuren Gegend eine Wohnung zu verkaufen. Die Interessenten sind eindeutig dem „Rotlicht-Milieu“ zuzuordnen. Josie sieht auf den Balkonen Kinder mit ihren Müttern, und auch nette ältere Leute. Sofort beschließt er, dass er solchen Leuten die Wohnung nicht gibt. Als Ferry davon erfährt gibt er ihm absolut recht.

Josie lernt den Ami Arthur Cooper kennen, und verkauft ihm eine teure, dafür doppelte Wohnung. Die gehörte Meixis Verlobter Claudia.
Arthur und Josie freunden sich schnell an und Arthur stellt seine vielen Kontakte in USA zur Verfügung, die beide dann nutzen um große Gründe im „KIGO-Park“, das schon benannte Areal fürs IZ, drüben in USA zu verkaufen.

Josie verkauft auch einen Haufen Bauernhöfe, wo ihm sein guter Kontakt zu Knud, seinem Kunden bei Erdal zu Gute kommt. Knud ist ein „erdiger“ und witziger Typ. Die beiden sind sehr schnell befreundet. 

Josie´s umgängliche und hilfsbereite Art lässt auch die Bevölkerung und die Unternehmer näher zusammenrücken. Es entwickelt sich ein Verhältnis unter vielen Unternehmern, das sie als „wilde Ehe“ bezeichnen. Jeder macht sein Ding,  aber hängts bei einem, sind alle da und helfen mit. 

Josie baut für Erdal, Ferry und viele andere Betriebe ansprechende Webtexte auf, dadurch werden auch die Bauernhöfe und vieles andere zu Selbstläufern. Einer dieser Kunden ist der Rechtsanwalt Dr. Gert Schneider, der sich einen großen Hof als Alterssitz kauft. 

Josie beginnt dazu zu neigen, für Bekannte und Freunde gratis arbeiten zu wollen. Ferry erklärt ihm aber, dass das wenig Sinn macht.  Josie versteht das, außerdem will er ja Kapital aufbauen, um sich bei Ferry und Erdal einkaufen zu können, und ein schönes Reihenhaus möchte er für Sabine und die Kinder auch finanzieren.

Immer wieder gibt es philosophische Abende mit ausgedehnten Gesprächen. Meist über das Verhalten der Menschen. 

Josie macht sich oft Sorgen, zu wenig Zeit für Sabine zu haben. Macht ihr aber wenig aus, weil sie ohnehin den ganzen Tag mit ihm gemeinsam arbeitet. 

Das Projekt mit dem KIGO Park läuft langsam an. Josie hat ja gelernt, dass Rabatte höchst selten zu vergeben sind und überlegt, wie er den Kunden großen Mehrwert bieten kann. Auch, wie ein Areal von über 40 km² leicht zu verkaufen ist, wie man die Bau- und Planungsarbeiten vereinfachen kann. Und natürlich bei den Einsparungen mitverdienen kann, also im Grunde mehr verdient, auch wenn man bisschen Rabatt gibt. Er findet in der großen „Freisinger Bau“ einen tollen Partner, und der Boss, Jakob Freisinger heckt mit Josie viele Pläne aus.        

Bis Seite 300 

Was du im nächsten Buch erfährst

  •  Warum heiraten Josie und Sabine in einem leeren Haus? 
  • Kann Josie die riesige Freisinger Bau als Partner für KIGO gewinnen?
  • Unser Verkaufsgenbiet ist zu klein.
  • Ist Josie nur auf  Vollgas, gibt´s keine Bremsen im Kopf?
  • Dass Gert Josie mag, hat einen familiären Grund?
  • Kurt der „Kieberer“ wird samt Familie obdachlos?
  • Katastrophen sind immer auch Chancen?
  • Tolle Wohnung für Kurt getrickst?
  • Eine Stunde für neuen Bürgermeister-Wagen?
  • Josie lernt sich selbst auch zu schätzen?
  • Helf ich einem zum Erfolg, ist das der Schaden eines anderen?
  • Groß denken aber strategisch planen hilft sparen?
  • Erste Verkaufstour in USA mit Sightseeing?
  • Drohnen für Kirchstetten?
  • Josie´s Ex-Chef kommt ins Team? 
  • Miese Hofräte aus dem Verkehr ziehen?
  • Millionenschäden in Gewinn ummünzen?
  • Wem kann man trauen?
  • Ist Sabine schwanger?
  • Extraprovisionen bitte gleich weiter ans Kinderheim?
  • Josie´s „Oase“ wird gerodet?
  • „Körbe“ der Damen für Meixis Leute?
  • Umzug ins Haus. Die Wohnung abgeben?
  • Das Umfeld ist so wichtig?
  • Dein Leben – deine Verantwortung?
  • Warum sind Zeitpolster so wichtig?
  • Adler suchen Lösungen, Enten suchen Ausreden?

  • Josie interessiert sich neuerdings für Geld?

  • Mordanschlag von Josie´s Ex? Wie geht´s weiter? 

  • Die Kontakte zur Polizei werden immer besser

  • Die Kripo rückt an. Der Einbruch bei Erdal war eine Drogengeschichte?

  • Die Vermögen in eine Holding? Ist das gut und legal?

  • Erdal kauft eine Tankstelle dazu? 

  • Fatale Organisation für Oldtimer Corso? Unfähige Stadtverwaltung?

  • Was ist Geld? Wie geht man damit um?

  • Der Oldtimer Corso mit Problemen?

  • Josie´s Einstieg in die Politik?

  • Die Quelle in Josie´s Oase eine Geldquelle?

  • Wie sind die Menschen? Und warum so verschieden?

  • Bornierter Aff in Weizing? 

  • Der Bänker ist ein linker Hund?

  • KIGO Secure für Kurt?

  • Sturen amtlichen Ochsen auf Spur bringen?

  • Machen statt reden bringt gute Geschäfte? 

  • Amtliches Schönrechnen?

  • Soforthilfe für die Tochter des Bezirkshauptmannes?

  • Erzählen werden wir nur einer Vertrauensperson etwas?

  • Wie findet man die Adler im Ententeich?

  • Rauschgifteinsatz mit schweren Folgen?

  • Der Reality-Loop, was bringt´s?

  • Wann, was und warum kaufen Kunden? 

  • Leiste was, dann biste was, dann haste was, ist grundverkehrt?

  • Provisionen weiter ans Spital?
    Was steckt dahinter?

bis Seite 600

 

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